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Koks (Chemie) ArtikelBuch-Tipp: Afrika - Patt Problemm. Eine Reise durch Afrika Der etwas andere Reisebericht Peter Kohles hat ein Buch verfasst, an dem man sich auf fast jeder Seite "reiben" kann. Seine Einschätzungen zur afrikanischen Bevölkerung sind oft lustig, manchmal boshaft und dann und wann auch nahe an der Grenze zur Beleidigung. Allerdings lassen sich diese kleinen Gemeinheiten wesentlich besser nachvollziehen, wenn... Koks ist ein grauer, poröser, stark kohlenstoffhaltiger Brennstoff, der aus asche- und schwefelarmer Fettkohle durch trockene Destillation gewonnen wird. Er liegt meist in tischtennisball- bis faustgroßen Stücken vor.
Koks wird insbesondere als Brennstoff und als Reduktionsmittel bei der Eisen-Produktion in Hochöfen eingesetzt. Steinkohle selbst ist dazu nicht geeignet, da bei ihrer Verbrennung zu viel Schwefel, Ruß und Rauch frei wird. Dies verunreinigt einerseits das gewonnene Eisen, und führt außerdem zu einer relativ porösen Kohleschicht in dem Hochhofen, die unter der Last darüberliegender Schichten schnell bricht und daher zu ungünstigen Vermischungen führt.
Der Ablauf der so genannten Verkokung von Kohle zu Koks findet in speziellen Industrieanlagen statt, die als Kokerei genannt werden. Dabei werden die flüchtigen Bestandteile der Kohle entfernt, indem sie in einem Ofen unter Luftausschluss bei mehr als 1 Tausend °C erhitzt wird, so dass der feste Kohlenstoff und die verbleibende Asche verschmelzen. Die flüchtigen Bestandteile der Kohle hingegen werden vergast bzw. verdampft und gehenins so genannte Kokereigas über. Aus dem rohen Kokereigas werden weitere wertvolle Stoffe gewonnen, vor allem Steinkohlenteer, Rohbenzol, Schwefelsäure und ein Brenngas (Kokerei-Reingas), das früher als Stadtgas benutzt wurde und heute in jedem Stahlwerk ein wertvoller Energieträger ist.
Die Verkokung wurde 1713 in England entwickelt, ab 1740 wurden hier die Hochöfen mit Koks beschickt. 1796 wurde zu dem ersten Mal in Deutschland, in dem oberschlesischen Gleiwitz, Koks zur Hochofenbefeuerung eingesetzt. In dem Ruhrgebiet wurde der erste Kokshochofen 1849 angefahren, gleichwohl wurde hier (auf der Zeche Sälzer und Neuack) bereits ab 1816 Kohle zu Koks verarbeitet. Vorher war jeweils Holzkohle in den Hochöfen eingesetzt worden.
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